Die CMDB ist das Herzstück jeder ServiceNow-Instanz. Sie ist die Grundlage für Incident Management, Change Enablement, Asset Management und – in modernen Architekturen – für das gesamte CSDM. Und trotzdem ist sie in den meisten Unternehmen der Bereich mit der größten technischen Schuld.

Aus unserer Projekterfahrung kennen wir die typischen Muster: CMDB-Projekte starten ambitioniert, verflachen nach dem Go-Live und sind nach zwei Jahren ein Datengrab. Das muss nicht so sein.

Fehler 1: Discovery als Allheilmittel behandeln

Discovery ist ein mächtiges Tool – aber es löst kein Datenpflege-Problem, es verschiebt es. Discovery findet, was im Netzwerk erreichbar ist. Es versteht keine Business Services, keine Abhängigkeiten außerhalb der IT-Infrastruktur und keine manuell betreuten Assets.

Wer Discovery ohne eine klare CMDB-Strategie einführt, bekommt viele Daten – aber keine Qualität. Und Quantität ersetzt keine Qualität.

Fehler 2: Kein klares Ownership

Eine CMDB pflegt sich nicht selbst. Jede CI-Klasse braucht einen definierten Eigentümer – eine Person oder ein Team, das verantwortlich ist für Korrektheit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten.

  • CI-Klassen-Ownership in der Projektvorbereitung definieren
  • Ownership in den CMDB-Governance-Prozess einbetten
  • Regelmäßige Datenqualitäts-Reviews mit den Eigentümern
  • Eskalationspfad für verwaiste CIs festlegen

Fehler 3: Zu viele CI-Klassen zu schnell

Mehr Klassen bedeuten mehr Komplexität – und mehr Pflegeaufwand. Ein häufiger Fehler ist der Versuch, die gesamte IT-Landschaft auf einmal abzubilden. Das Ergebnis: viele halbfertige Klassen mit schlechter Datenqualität.

„Besser drei CI-Klassen mit exzellenter Datenqualität als dreißig mit halbgaren Daten."

Starten Sie mit den CI-Klassen, die den größten Mehrwert für Ihre wichtigsten Prozesse bringen. ITSM-getrieben: Server, Applications, Network Gear. CMDB als CSDM-Fundament: Business Services, Applications, Application Services.

Fehler 4: Fehlende Integration in den Change-Prozess

Eine CMDB veraltet nicht über Nacht – sie veraltet Change für Change. Jeder Change, der eine CI verändert, muss die CMDB aktualisieren. Das klingt selbstverständlich, wird aber selten konsequent umgesetzt.

  1. Change-Formulare: Betroffene CIs als Pflichtfeld
  2. Post-Implementation-Review: CMDB-Update als fester Bestandteil
  3. Automatische Reconciliation nach Changes aktivieren
  4. Audit-Trail für CI-Änderungen auswerten

Fehler 5: Kein kontinuierliches Datenqualitäts-Monitoring

CMDB-Qualität ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Ohne kontinuierliches Monitoring wissen Sie nicht, wie es um Ihre Daten steht – bis es zu spät ist. ServiceNow bietet mit dem CMDB Health Dashboard ein mächtiges Werkzeug, das viele Teams schlicht nicht nutzen.

Definieren Sie Qualitätskennzahlen (Completeness, Compliance, Correctness), setzen Sie Schwellwerte und überprüfen Sie diese in regelmäßigen Abständen. Integrieren Sie das CMDB-Health-Reporting in Ihre IT-Governance.

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Wir analysieren Ihre bestehende CMDB-Struktur und entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen realistischen Sanierungsplan – inklusive Governance-Konzept und Discovery-Strategie.

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